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7.1. Angriff des Peloponnesischen Bundes
Aufgrund der Angst der Athener vor einer spartanischen Invasion nach dem schmachvollen Abzug des Königs Kleomenes I. 508/07 wurde versucht, eine Allianz mit dem Perserreich zu schmieden. Wahrscheinlich durch einen Beschluss der Ekklesia wurde eine Gesandtschaft zum Satrapen Artaphernes nach Sardeis entsandt, die über die Unterwerfung der Athener verhandelte und sich nach der Rückkehr schweren Vorwürfen wegen Kompetenzüberschreitung stellen musste[85]. Es ist deshalb zweifelhaft, ob die Ekklesia diese Abmachung mit Artaphernes umsetzte, was wiederum als Provokation für die Perser wirken musste, da die Unterwerfung ja eigentlich schon beschlossen war. Die kleisthenische Ordnung war aber inzwischen soweit gefestigt, dass der Demos alles ablehnte, was ihn wieder um seine erst kürzlich erworbenen Rechte und Pflichten bringen konnte. Die Athener waren „durch die Ablehnung [der persischen Forderungen] zu offenen Feindseligkeiten gegen Persien fest entschlossen.“[86]
[85] Vgl. Herodot 5,73,3.
[86] Herodot 5,97,1. [87] Vgl. Herodot 5,74,2-5,77,3. [88] Zusätzlich zu der Niederlage mussten die Chalkidier noch Ländereien in Chalkis an Athen abtreten, das 4.000 Athener dort ansiedelte. [89] Vgl. Herodot 5,91,1-5,94,1. |
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